Jeder kann mathe!

Wirklich jeder?

Bei unserem goldig-flauschigen Familienmitglied sind wir uns da nicht ganz so sicher - auch wenn Forscher heraus-gefunden haben, dass einige Tiere über ausgezeichnete mathematische Grundkenntnisse verfügen und der Hund eines amerikanischen Mathelehrers laut dessen Aussage sogar instinktiv Funktionen ableitet. 

 

Sprechen wir aber nur von uns Menschen, sind wir davon überzeugt, dass jeder Mathematik lernen kann! 

 

Ausgenommen natürlich all diejenigen, die zum Beispiel durch eine Dyskalkulie ganz besondere Schwierigkeiten mit mathematischen Zusammenhängen haben. Und sicherlich gibt es Menschen, die mathematisch talentierter sind als andere. Aber man muss nicht zu den Talentierten in einem Gebiet gehören, um in diesem etwas zu lernen und zu erreichen.

 

 

Talent ist nicht alles...

Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Ausüben verschiedener Sportarten. Vergleicht man beispielsweise das Talent der Hobby-Tennisspieler in Deutschland, so stellt man fest, das reihenweise Spieler darunter sind, die man vorsichtig ausgedrückt als weniger talentiert beschreiben könnte. Trotzdem gehen sie in ihrer Freizeit auf den Tennisplatz, um zu spielen. Wieso auch nicht? Es macht Ihnen ja Spaß. Und meistens werden sie dann im Laufe der Zeit auch besser. 

 

Im Gegensatz dazu ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass ein mathematisch weniger talentierter Schüler seine Freizeit nutzt, um ein paar Aufgaben zu rechnen. Es ist offensichtlich, dass die Freude und der Spaß an der Sache den Tennisspieler auf den Platz treiben und fehlende Freude und Spaß in den meisten Fällen dafür verantwortlich sind, dass besagter Schüler nicht in seiner Freizeit Aufgaben rechnet.

 

Unglücklicherweise sind gerade das Trainieren beim Sport und das Üben in der Mathematik unerlässlich, um das Erlernte zu festigen, die Anwendung zu automatisieren, Sicherheit zu geben und das angestrebte Niveau zu erreichen. Viele Schüler werden ohne passende Unterstützung meist unsicherer, unmotivierter, frustrierter, üben immer weniger und rutschen immer weiter in einen Teufelskreis, aus dem sie nur ganz schwer wieder herauskommen.

 

 

Dies "Abwärtsspirale" betrifft auch eigentlich "begabte" Schüler, die in der Grundschule und der Orientierungsstufe nur sehr wenig bis gar nicht lernen und üben mussten um gute Noten zu schreiben. Nur die wenigsten Schüler können diese Erfolge bis zum Abitur und darüber hinaus ohne ein gewisses Lern- und Übungspensum aufrechterhalten. Kommt dann der "Bruch", so sind Enttäuschung, Frust und Demotivation ungleich größer, denn das sehr unangenehme Gefühl im eigenen Fachgebiet "versagt" zu haben macht sich zudem breit.

Mathe muss Spaß machen!

Die Lösung liegt also eigentlich auf der Hand, oder?

Mathematik und allem voran der Mathe-Unterricht in der Schule müssen Spaß machen. Von Anfang an!

Für viele sicher ganz und gar undenkbar. Oder vielleicht einfach nur eine Frage der Herangehensweise?

 

In der Regel hört bei Schülern, die in unser Coaching kommen, der Spaß schon beim Gedanken an Mathe auf. Mathematik verursacht bei den Meisten ein wahnsinnig ungutes Gefühl in der Magengegend, bei manchen folgen noch Schweißausbrüche und der Fluchtinstinkt wird aktiviert. "Nichts wie weg!" lautet die Devise. Von Spaß sind wir also so weit entfernt, wie der Pluto von der Sonne. 

 

Bleiben wir beim Vergleichsobjekt "Tennisspielen", so ist es absolut kein Problem dieses Hobby bei mangelnder Freude zu beenden. Bei einem Hauptfach in der Schule besteht diese Möglichkeit (leider) nicht. 

 

Um den Spaß an der Mathematik zu wecken oder zu erhalten, müssen die im Weg liegenden Stolpersteine wie Wissenslücken, Demotivation und mangelndes mathematisches Selbstbewusstsein beseitigt und aufkommende Langeweile verhindert werden. In kleinen Schritten gilt es das mathematische Grundgerüst wieder aufzubauen um langfristige Erfolge zu sichern. Denn in der Mathematik ist es wie mit einem Hochhaus. Ist das Fundament beschädigt, stürzt das ganze Haus über kurz oder lang in sich zusammen.