Jeder kann Mathe!

In Mathe war ich immer schlecht. Ein Satz, den man leider nur allzu oft hört.

 

Schlecht in Mathe zu sein, scheint heute absolut salonfähig geworden zu sein. Immer mehr Menschen brüsten sich damit in einem bestimmten Gebiet absolut versagt zu haben. Ist das nicht absolut skurril? Wer würde schon stolz darauf sein ein miserabler Autofahrer zu sein oder nicht schwimmen oder Fahrrad fahren zu können?

 

Es herrscht zudem die landläufige Meinung, das was man in der Schule im Matheunterricht lernt, nie wieder gebrauchen kann.

Viele werden später eines Besseren belehrt. Denn die Mathematik versteckt sich an Orten, an denen wir sie niemals vermutet hätten. Mathematik ist einfach überall um uns herum. Sie begleitet uns unser ganzes Leben lang und wir stolpern ihr immer wieder in den verschiedensten Situationen über sie. Ob diese Begegnung freudige Gefühle in uns weckt, oder ob wir mit kalten Schweißausbrüchen am liebsten das Weite suchen würden, liegt ganz bei uns.

 

Mathematik zu lernen ist wie Laufen lernen. Wir müssen erst mal ganz klein anfangen. Wir müssen zunächst mal aufstehen und erst wenn wir einen sicheren Stand gefunden haben machen wir den ersten Schritt.

 

Bei vielen hapert es leider schon am sicheren Stand. Sie sind durch die Grundschule (womöglich bereits durch den Kindergarten) durchgerutscht und keinem ist aufgefallen wie unsicher das Gerüst steht, an dem sie sich festhalten. Wie soll man aber auf diesem wackligen Haufen ein solch großes und komplexes Gebilde errichten wie es die Mathematik in den weiterführenden Schulen darstellt?

 

Es dürfte jedem klar sein, dass dieses Konstrukt in den meisten Fällen an irgendeinem Punkt in sich zusammen fallen wird. Und auch dann ist es noch nicht zu spät!

 

Das Entscheidende an der Sache ist, wie man das Gebilde wieder aufbaut. Wie auch bei einem zusammengestürzten Haus müssen zunächst mal alle losen Trümmer bei Seite geschafft werden. Manche benötigen ein neues Fundament, andere sind bis zum dritten Stock stabil genug gewesen. Und dann setzen wir Stein auf Stein und fixieren diese mit ausreichend Mörtel, damit alles schön fest sitzt.

 

 

Ganz gleich wie groß der Schaden ist - manche benötigen ein ganz neues Haus, andere haben nur ein paar Ausbesserungsarbeiten in verschiedenen Zimmern zu erledigen – es ist zu schaffen! 

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