Intelligenztestung für Kinder und Jugendliche

Wieso testen?

In den meisten Fällen sind Eltern sehr verunsichert, wenn es darum geht die Intelligenz ihres Kindes testen zu lassen. Häufig wurden sie von Erziehern oder Lehrern auf die Thematik angesprochen und fühlen sich im ersten Moment von der Situation völlig überrollt. Viele Fragen stehen im Raum. Was bringt uns das Ergebnis? Was ändert es für unser Kind? Was ändert es für unsere Familie? 

 

Intelligenztests können uns Auskunft über die Stärken und Schwächen eines Kindes geben.

 

Häufig können Eltern ihr Kind nach einer Testung viel besser verstehen. Sie wissen nun, dass es für viele der merkwürdigen Situationen im Leben ihres Kindes besondere Gründe gibt. Viele hochbegabte Kinder fühlen sich unverstanden und werden im Laufe ihres Lebens immer frustrierter, wenn sie nicht genügend geistige Anregungen bekommen und ihre kognitiven Fähigkeiten nicht ausreichend gefordert werden. 

Viele Eltern tun dies völlig unbeabsichtigt um ihr Kind nicht zu überfordern. Der Grad zwischen adäquater Förderung und "einfach mal Kind sein lassen" ist in unserer Gesellschaft sehr schmal. Mit der Gewissheit ihrem Kind nicht zu schaden können sich die meisten Eltern viel besser auf die individuellen Bedürfnisse ihres Kindes einlassen.  

Wann ist ein Test sinnvoll?

Einer Testung sollte immer eine konkrete Fragestellung zu Grunde liegen, wie etwa die Entscheidung über eine vorzeitige Einschulung, oder die Teilnahme an besonderen Förderleistungen. Die einfache Frage ob der Intelligenzquotient (IQ) eines Kindes über oder unter 130 liegt, sprich nur um zu wissen, ob es hochbegabt ist oder nicht, ist in den meisten Fällen wenig sinnvoll. Ab einem IQ von 130 beginnt keine neue Welt und nach dem Test hat sich objektiv betrachtet auch nichts geändert. 

 

Vielen Eltern hilft ein Testergebnis allerdings ihr Kinder besser zu verstehen und es nimmt ihnen die Angst ihr Kind zu überfordern. In einem solchen Fall kann dieser Umstand durchaus als konkrete Fragestellung gewertet werden. Wie so oft ist auch hier eine individuelle Einschätzung nötig.

 

Ein Test ist letztendlich immer dann sinnvoll, wenn sich aus seinem Ergebnis eine Konsequenz ergibt, ganz gleich wie diese aussehen mag.

Über die Aussagekraft von Intelligenztests

Standardisierte Messverfahren können Aufschluss über das (Leistungs-)Potential eines Menschen geben. Die Intelligenz ist der Kern aller gängigen Hochbegabungsdefinitionen, weshalb die Messung des Intelligenzquotienten eine zentrale Rolle in der Hochbegabungsdiagnostik spielt.

 

Generell sind Intelligenztestergebnisse bei jüngeren Kindern kaum stabil, weshalb eine Testung in sehr jungen Jahren wenig sinnvoll ist. Wie immer gibt es aber auch hierbei Ausnahmen, über die individuell entschieden werden muss.

Je jünger das Kind ist, desto mehr entspricht die Messung lediglich einer Momentaufnahme. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für ein stabiles Ergebnis jedoch an.

 

Intelligenztests sind zum Teil umstritten, da Intelligenz nicht direkt beobachtbar und messbar ist und sich aus vielen Faktoren zusammensetzt. Jeder Intelligenztest ist mit Messfehlern behaftet. Intelligenz ist kein eindeutig messbares Konstrukt, wie etwa die Körpergröße einer Person. Aus diesem Grund erhält man bei Intelligenztests keine exakten Werte, sondern einen Bereich, indem sich der IQ-Wert mit großer Wahrscheinlichkeit befindet. Dies ist das sogenannte Vertrauensintervall.

 

Die Erstellung eines Begabungsprofils bedarf allerdings mehr, als das Ergebnis eines Intelligenztests. Die Begriffe "Begabung" und "Hochbegabung" sind von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erfundene Konstrukte zur Erklärung von außergewöhnlichen Leistungen. 

 

Zur Beurteilung einer außergewöhnlichen Begabung gehören deshalb neben der Intelligenzmessung verschiedene weitere Informationsquellen, sofern verfügbar, wie zum Beispiel Erfahrungsberichte der Eltern und anderer Bezugspersonen oder Nominierungen durch Ärzte oder Lehrer. 

Die Testung bei Z²

Wir testen bei Z² mit wissenschaftlich fundierten Verfahren.

Unsere Psychologin Viola Gauß ist auf die Arbeit mit Kindern und jugendlichen spezialisiert.

Sie und unsere Begabungspädagogin Stella Zerbe arbeiten Hand in Hand um alle Familien bestmöglich beraten und betreuen zu können. 

Ablauf

Eine Intelligenztestung bei Z² erfolgt in drei Schritten:

 

Nach der ersten Kontaktaufnahme per Mail oder Telefon, vereinbaren wir einen Termin für ein Erstgespräch und schicken Ihnen einige Fragebögen zu. 

 

In einem Erstgespräch, das in der Regel ohne das Kind stattfindet, sprechen wir über die Gründe, die Anlass zu einer Testung geben und über die bisherige Entwicklung des Kindes. 

 

Im Anschluss daran vereinbaren wir einen Termin für die Testung. Diese findet alleine mit dem Kind und unserer Psychologin in einem ruhigen und reizarmen Raum statt. 

 

Nach der Testung erfolgt die Auswertung. Wenn gewünscht erstellen wir ein individuelles Intelligenzprofil (Gutachten) mit Aufstellung und Interpretation der Testergebnisse.

 

Viel wichtiger, als ein schriftliches Gutachten empfinden wir eine persönliche Beratung. Hierbei sprechen wir über die Konsequenzen, die das Testergebnis mit sich bringen kann und Sie erhalten Informationen über verschiedenen Fördermöglichkeiten. Auch nach dem abschließenden Beratungsgespräch stehen wir weiterhin für alle Fragen zur Verfügung. 

Kosten

Testung (inklusive Beratung) : auf Anfrage

 

Beratung: 15€ pro 20 min (der Erstkontakt per Mail oder Telefon ist selbstverständlich kostenfrei)